Kegel – Chronik
1939 -1989
DIE KUGEL ROLLT……
erst hat sie angefangen zu rollen, als Hugo Schmidt am 24.
Juni 1939 mit seinen Kegelbrüdern im Gasthof
" Buchenwald " in Stuttgart – Ost einen Kegelclub gegründet
hat, das war noch vor dem 2. Weltkrieg !
Die Mitglieder von damals, die noch heute in unserem Club
sind, heißen: Erich Britsch, Erwin Kieser,
Willi Laufer, Oskar Meier und Fritz Wirsing. Die beiden
letzteren sind heute von weit her angereist !
Es waren viele Namen, die sich aber leider nicht zu unserem
Fest gemeldet haben, und andere leben nicht mehr.
DIE KUGEL ROLLT WEITER :
Im Jahr 1940 gab es schon ein Freundschaftsspiel in
Ludwigsburg im " Römerhof " am Güterbahnhof
gegen Ludwigsburg. Während der Kriegsjahre haben die
Kegelbrüder im Hause " Favorit " gekegelt und trotz
Fliegeralarm und Bombenangriffen immer zusammengehalten. Wie
haben sie so was geschafft ?
Im Jahr 1943 war eine Süddeutsche Kegelmeisterschaft in
Stuttgart im Hause Favorit und Oskar Meier war
bester Einzelmeister ! Eine Woche später fielen die Bomben auf
Heslach und das Haus Favorit war zum
Teil kaputt und nun nicht mehr im Betrieb.
ABER DIE KUGEL ROLLT WEITER :
nach dem Krieg im Jahre 1948 waren alle alten und neue
Kegelbrüder wieder zusammen und
kegelten bis 1956 auf fünf verschiedenen Kegelbahnen: In
Cannstatt, in Gablenberg, Feuerbach usw.
Auch auf sehr alten Kegelbahnen wurde gekegelt, nach dem Motto
:
DIE KUGEL ROLLT WEITER
Als das Favorit von dem Amerikanern freigegeben worden war,
hatten Oskar Meier und Kurt Pospischil
viel Mühe mit Herrn Keuerleber, um doch eine Lattenbahn in
Miete zu bekommen. Dort trainierte nun
unser Club bis ins Jahr 1967. Oskar Meier war von 1956 bis
1958 Kegelleiter und für ein halbes Jahr
Werner Schmitt – Köppen. Danach übernahm Andreas Silbermann
die Leitung bis 1971.
Und schon seit dem Kriege haben unsere Mitglieder Hans Gantner
und Kurt Sing als Kegelaufsetzer
Gewirkt – für 50 Pfennig in der Stunde !
Schon vor 1960 wurden jedes Jahr in verschiedenen Städten
Süddeutsche Meisterschaften durchgeführt,
aber in diesem Jahr war eine Süddeutsche Kegelmeisterschaft in
Stuttgart im gleichen Hause und unsere
Mannschaft gewann den 1. Platz mit 50 Holz Vorsprung !
Es wurde langsam bergauf trainiert und gegen den Nachbar –
Club " Zyklon " gespielt und sogar bei
Lattenbahn- Meisterschaften mitgemacht.
Dann kam die Meldung von Herrn Mittelmann aus Bremen, dass
alle Kegler Sportdress laut der
Spielordnung tragen müssten. Vorher waren wir nur in ganz
normalen Hosen oder Kniebockhosen im Kampf !
Wir spielten innerhalb Württembergs auch oft bei Pokal- und
Württembergischen Meisterschaften und
bei den Deutschen Gehörlosen-Kegelmeisterschaften jedes Jahr.
Ebenso bei den B und A Bezirksklassen
Punktspielen waren wir immer dabei. 1964 war ein
25-Jahre-Jubiläums-Turnier " Fall um " in Zuffenhausen.
Im Jahr 1967 haben wir dann bei Favorit gekündigt und sind
nach Kaltental umgezogen,
weil Favorit nur eine Asphaltbahn besitzt.
DIE KUGEL ROLLT WEITER
Zwischen 1969 und 1976 war Vierstädte-Turnier zwischen
Straßburg, Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart,
zweimal pro Stadt, zuletzt nahmen die Mannheimer den
Silberpokal mit heim.
Dann haben im Jahr 1971 unsere Mitglieder ihre Zugehörigkeit
beim GSG Stuttgart gekündigt,
aus finanziellen Gründen. Wir haben einen selbständigen
Kegelclub gegründet, da ging es uns vor allem
finanziell besser. Der Club hieß nun " Gehörlosen-Kegelclub
Stuttgart " und Andreas Silbermann
wurde sein Vorsitzender.
DIE KUGEL ROLLT WEITER
Als wir auch bei Hörenden bei Punktspielen mitmachten, spürten
wir, dass wir doch noch sehr schwach waren,
aber spätere Kontakte z. B. mit Plochingen und mit
Kegelbrüdern aus Ludwigsburg brachten es mit sich,
dass wir bei Punktspielen immer besser und stärker wurden.
Nach diesen Erfahrungen und nach den Fusionen mit Plochingen
und Ludwigsburg entschlossen wir uns,
einen neuen Club zu gründen, sein Name wurde: " Dreieck
Stuttgart e.V. ". Er wurde dann ab 1976
mit neuen Satzungen perfekt. Der neue Vorsitzende wurde
Hans-Peter Britsch, der bis heute tätig ist.
Seit 1976 bis 1988 ist unser Club bei den Punktspielen immer
stark, und auf der Tabelle steht unser
Name meisten oben. Auch bei Gehörlosenmeisterschaften war
unser Club immer ein Renner !
Erst im Jahr 1987/88 als unsere Mannschaft wieder zur
Bezirksklasse aufgestiegen war, konnten wir bei
200 Wurf nicht soviel leisten und haben deshalb aufgehört. Die
Asphaltabteilung besteht jedoch noch,
ihr Leiter ist Jürgen Lösel.
DIE KUGEL ROLLT WEITER
Seit 4 Jahren ist nun eine zweite Abteilung entstanden:
Bowling, und Michael Borbely ist unser Bowling-Leiter.
Das ist die Chronik unseres Kegel-Clubs und wir möchten nun
für unsere alten verstorbenen Mitglieder
Eine Gedenkminute einschalten.
DIE KUGEL ROLLT ABER WEITER
Seit vielen Jahren waren unsere Gedanken damit beschäftigt,
wie wir das Gründungsdatum 1939 im Namen
unseres Vereins verankern könnten, denn wir bestehen ja
wirklich schon lange !
Erst von Herrn Schüle vom Sportkreis Stuttgart erfuhren wir,
als er vom WLSB wegen der Ehrung
unserer alten Mitglieder da war, dass es eine Möglichkeit
gibt, dieses Datum doch noch im Vereinsnamen
hervorzuheben. Dieses ist nun nach langen Behörden-Mühen
erfolgt. Zuerst mussten wir eine
Satzungsänderung beim Rechtsanwalt beantragen und im Verein
abstimmen lassen. Lang ist nämlich
der Weg zum Registergericht !
Deshalb kommt nun unser guter alter Name " Dreieck " zur
Asphalt-Abteilung und wir können heute unser
50. Vereins-Jubiläum
Feiern und unser neuer Name heißt:
" Gehörlosen Bowling- und Kegel-Sportverein
Stuttgart 1939 e.V. "
UND DIE KUGEL ROLLT WEITER !